Herder-Bilis bei Topf & Söhne

Am Freitag (09.12.2016) besuchte der bilinguale Geschichtskurs 12 des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums den Erinnerungsort Topf & Söhne in Erfurt.

Die Firma Topf & Söhne baute unter anderem die Krematorien von Buchenwald und Auschwitz. Verschiedene Mitarbeiter waren in den Konzentrationslagern vor Ort und errichteten nicht nur die Verbrennungsöfen, sondern installierten auch die Entlüftungsanlagen der Gaskammern.

Im Zuge eines dreistündigen Workshops setzten sich die Schüler*innen mit einzelnen Handlungsträgern im Unternehmen auseinander und untersuchten die Frage inwiefern ethische Fragestellungen gerade für Tätigkeiten im naturwissenschaftlich-technischen Bereich von Bedeutung sind. Gerade der Umstand, dass sich wohl kaum eine der untersuchten Persönlichkeiten als überzeugter Nationalsozialist bezeichnen lässt regt dazu an nachzudenken was man selbst für einen Karriereaufstieg, eine Bonuszahlung oder auch einfach Ansehen der Fachkollegen zu tun bereit wäre.

Der Workshop umfasste die Analyse eines Dokumentarfilms, eine Führung durch die Ausstellung, sowie eine zielgerichtete selbstständige Recherche und die Präsentation der eigenen Untersuchungsergebnisse.