Anyone for seconds?

Wie kann man mit einem Film, der im Zuge des Geschichtsunterrichts entstanden ist, einen Preis beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen gewinnen? Ganz einfach: Man fertigt den Beitrag zur Industriellen Revolution in Halle im bilingualen Geschichtsunterricht an. Obwohl, einfach gestaltete sich die Umsetzung nicht. Quellen und Darstellungen zum Thema fanden sich nur in deutscher Sprache, weshalb die Arbeit am Skript kompliziert war. Oder wüsstet ihr aus dem Stegreif wie man „Braunkohle“, „Rübenzucker“ oder „Tagebau“ ins Englische übersetzt? Nachdem ein Berg aus Exzerpten angehäuft wurde, ein Skript entstanden war und ein Drehbuch verfasst wurde, war es Zeit dieses mit dem gefundenen Quellenmaterial zu einem Film zu vereinen. Aus den verschiedenen Unterrichtsfilmen wählten wir zwei aus, die wir als Wettbewerbsbeiträge aus und eine der beiden Gruppen wurde wiederum zur Preisverleihung nach Magdeburg eingeladen. Die Freude über die Einladung war ähnlich groß wie die Spannung. Welchen Platz haben wir wohl erreicht?

Zu unserer Überraschung stellten wir fest, dass es im Wettbewerb „Team Schule (Sekundarstufe II)“ keine regulären Preisträger gab, sondern einen „Innovationspreis“ für zwei Schüler des Georg-Cantor-Gymnasiums in alle und einen „Sonderpreis Dokumentarfilm“ für uns. IMG_4335(

(Die Preisträger Francis Mörsdorf, Natalie Otto, Myrrha Boné, Caroline Franke, Tobias Hilgeroth v.l.n.r)

Freudig beschwingt, ob der Anerkennung, aber auch des Geldpreises und der Buchpräsente kehrten wir wieder nach Halle zurück.

 

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In dem einen oder anderen Kopf ratterte es bereits vor Ideen, womit man sich im kommenden Jahr, wiederum ganz anders, am Wettbewerb beteiligen könnte.

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Herder-Bilis bei Topf & Söhne

Am Freitag (09.12.2016) besuchte der bilinguale Geschichtskurs 12 des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums den Erinnerungsort Topf & Söhne in Erfurt.

Die Firma Topf & Söhne baute unter anderem die Krematorien von Buchenwald und Auschwitz. Verschiedene Mitarbeiter waren in den Konzentrationslagern vor Ort und errichteten nicht nur die Verbrennungsöfen, sondern installierten auch die Entlüftungsanlagen der Gaskammern.

Im Zuge eines dreistündigen Workshops setzten sich die Schüler*innen mit einzelnen Handlungsträgern im Unternehmen auseinander und untersuchten die Frage inwiefern ethische Fragestellungen gerade für Tätigkeiten im naturwissenschaftlich-technischen Bereich von Bedeutung sind. Gerade der Umstand, dass sich wohl kaum eine der untersuchten Persönlichkeiten als überzeugter Nationalsozialist bezeichnen lässt regt dazu an nachzudenken was man selbst für einen Karriereaufstieg, eine Bonuszahlung oder auch einfach Ansehen der Fachkollegen zu tun bereit wäre.

Der Workshop umfasste die Analyse eines Dokumentarfilms, eine Führung durch die Ausstellung, sowie eine zielgerichtete selbstständige Recherche und die Präsentation der eigenen Untersuchungsergebnisse.

Landespreis im Teamwettbewerb der Sekundarstufe II

Am 06.04.2016 machten wir, das Team „Aftermath Harmony“ (Myrrha Boné, Melissa Borauke, Francis Mörsdorf, Natalie Otto, Rica Wichers) aus der bili-Klasse unseres Jahrganges 10, uns begleitet von Herrn Weißhampel auf den Weg nach Magdeburg. Grund unseres Ausflugs war eine Einladung zur Preisverleihung des Landesfinales des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen.

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Besagte Einladung erwähnte bereits, dass wir einen Preis im Wettbewerb „Team Schule“ erhalten würden. Die Plazierung blieb jedoch zunächst unklar. Die Spannung, ob man etwa gewonnen haben könnte, war zwar groß, die Freude über die alleinige Berücksichtigung bei den Preisen jedoch auch so schon riesig, denn der eingereichte Film-Beitrag stellte ursprünglich gar keinen Wettbewerbsbeitrag dar. Vielmehr  handelte es sich „einfach“ um ein Unterrichtsergebnis, das als bestes einer Reihe von Filmen mehr oder weniger spontan eingereicht wurde.

Begeistert verfolgten wir die zahlreichen beeindruckenden Wettbewerbsbeiträge, etwa der Grundschule „Katharina von Bora“  (Wittenberg) oder auch des Gymnasiums Martineum (Halberstadt), um nur zwei von vielen tollen Schülerprodukten zu nennen.

Unsere Wettbewerbskategorie (Team Schule Sekundarstufe II) war die letzte des Nachmittags und nachdem der zweite Preis vergeben war und wir noch immer nicht auf die Bühne gerufen wurden, wichen Zweifel und Aufregung einem stolzen Staunen: Wir hatten den 1. Landespreis im Teamwettbewerb gewonnen und uns dabei gegen Konkurrenten aus 11. und 12. Klassen durchgesetzt.

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Freudig beschwingt traten wir nach der Preisverleihung die Heimreise nach Halle an und verteilten noch im Zug die Buchpräsente, die wir als Lohn unserer Mühen neben einem Preisgeld für unsere Klassenkasse erhalten hatten.

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Es ist toll zu sehen, dass sich die Arbeit im Bili-Unterricht auszahlt und unsere Kreativität gewürdigt wird. Die ersten Ideen für den Wettbewerb im nächsten Jahr entstanden bereits auf der Rückfahrt aus Magdeburg.

Zeitzeugengespräch am Herder-Gymnasium

Im Rahmen des bilingualen Geschichtsunterrichts Klasse 12, setzten sich die Schüler*innen mit einigen Thesen Hans-Joachim Maaz’ (http://hans-joachim-maaz-stiftung.org)  auseinander.

12910500_1052256038146302_1653804705_nIn seinem Buch Behind the Wall: The Inner Life of Communist Germany / Der Gefühlsstau: Ein Psychogramm der DDR setzt sich Maaz mit den Wechselwirkungen zwischen Staat und Individuum in der DDR auseinander und begibt sich auf die Suche nach den Gründen für Konformismus in der Deutschen Demokratischen Republik.

12721936_1052256218146284_959248523_nZum besseren Verständnis der im Unterricht herausgearbeiteten Thesen und Erklärungen lud der Kurs Herrn Dr. Maaz auf ein Zeitzeugengespräch ein. Dankenswerterweise sagte Herr Dr. Maaz zu und am 22.03.2016  konnte sich ein lebhaftes, kritisches Gespräch entwickeln.

Nachdem Herr Dr. Maaz einige Worte zu seinem beruflichen Werdegang in der DDR geäußert hatte, wurden die Themenfelder “Psychiatrie in der DDR”, “Staat, Partei und das Individuum”, “Kontroverse um das Buch” und “Auswirkungen des DDR-Alltags in der Gegenwart” thematisiert.

Sicher blieben auch nach 90 Minuten Zeitzeugengespräch noch zahlreiche Fragen offen. Dennoch lässt sich feststellen, dass gerade die historisch-biographischen Hintergründe dieser Quelle zum Alltag in der DDR den zukünftigen Abiturienten viel deutlicher wurden, als dies mit einer simplen Internetrecherche zum Autor möglich gewesen wäre. Auch wird der eine oder andere Aspekt des Gesprächs wohl noch im Gedächtnis der Schüler*innen nachwirken und auch über den Geschichtsunterricht hinaus Widerhall finden.

Abschließend möchten wir natürlich nicht versäumen Herrn Dr. Maaz für die Bereitschaft zu danken, auch ca. 25 Jahre nach erscheinen von Der Gefühlsstau: Ein Psychogramm der DDR seine Thesen mit Schüler*innen zu diskutieren.

Einige Erfahrungen unserer ehemaligen bili-Schüler und -Schülerinnen

Die untenstehenden Äußerungen stammen von ehemaligen Herder-Gymnasium-Schülerinnen und -schülern, die unseren bilingualen Unterricht besucht haben. Sie berichten in unserer Facebook-Alumnigruppe von ihren Erfahrungen mit ihren Sprachkenntnisse in Studium und Alltag:

Alba Mojak Ich habe das Gefühl, dass mir das arbeiten mit englischen Texten, wie auch schon erwähnt, leichter fällt als anderen. Vor allem auch weil man viiiiel auf Englisch lesen muss in meinem Studiengang (Medienwissenschaften). Außerdem mache ich bald ein Auslandssemester und kann mir gut vorstellen, dass diese Erfahrung mir dort auch weiterhelfen wird beim Unterricht auf Englisch.

Dat Dang 1. Eine gute Vorbereitung für 1 Auslandssemester / 2. Dissertationen und all. Quellenarbeit oft auf Englisch (Grund sehr viele ausländische Kommilitonen im Bereich Ingenieurwesen / Informatik) / 3. Praktikum: als angehender Ingenieur beim EADS (European Aeronautic Defence and Space Company), dort wird hauptsächlich Englisch verwendet.

Jelena Malešević 1. besseres Verständnis bei englischsprachigen Unikursen (je nach Studiengang kann das dann auch alle Kurse betreffen) -der Sprachvorteil kann sonst nur durch längere Auslandsaufenthalte aufgeholt werden & 2. falls man ein BWL Master machen möchte: man kann um einiges leichter den verbal-Teil beim GMAT bestehen (graduate management admission test)

Clara von Lampe Englische Texte, die mir Kommilitonen verzweifelt zusenden, funkeln wie Diamanten zwischen primitiver Pädagogik-Literatur.

Laura Beier Das Bearbeiten der englischen Literatur hat wirklich viel geholfen, da die naturwissenschaftlichen Paper fast immer auf Englisch sind und die englischen Lehrbücher sind außerdem billiger. Auch ist es einfacher, den Vorlesungen zu folgen, wenn sie auf Englisch gehalten werden und man hat auch keine Angst, auf Englisch an Diskussionen teilzunehmen.

Clara von Lampe Gerade in einer Stadt wie Berlin hilft mir mein Englisch bei der Kommunikation mit Menschen aus aller Welt.

Laura Rosa Mir hat der bilinguale Unterricht sehr geholfen, um freier und ohne Ängste Englisch sprechen zu können, denn in bilingual unterrichteten Fächern geht es weniger um die Sprache an sich, sodass man einfach spricht, ohne groß darüber nachzudenken. Im Studium hilft mir das sehr, da ich zwei englischsprachige Dozenten habe und ihre Vorlesungen nicht ohne gute Englischkenntnisse besuchen könnte.
Des Weiteren studiere ich auf Grundschullehramt (MLU Halle-Wittenberg) und belege in diesem Semester ein Modul zum bilingualen Sachunterricht in der 3. und 4. Klasse. Auch dafür halfen mir meine bisherigen Kenntnisse und Erfahrungen aus meiner eigenen Schulzeit sehr. Man kann außerdem beobachten, dass der bilinguale Unterricht immer mehr zum Thema wird und immer früher Anwendung finden soll.

Research Posters: Founding two German States

The posters below show our year 12 students‘ first take on the media format research poster. Using this form of presentation we do not only prepare our students for a common format of organising information in university courses, we additionally practice structuring information as a step in the process of writing descriptive texts in History.

The posters themselves are not perfect (e.g. handwritten credits on the back of the page, typing mistakes, abstract not really an abstract) but good first steps towards excellency in a completely new poster format.

Poster

 

The Const. Process

Sovietization Complete